Motorradreisetreffen (MRT) Gieboldehausen 2019

 

06.-08.09.2019

 

04.09 Abfahrt von Köln 

Morgens auf die bepackte Maschine und um 10 Uhr war ich bereits im Sauerland zwischen Siegen und Bad Laahspe. Mein Kurs ging weiter in Richtung Marburg, ich wollte keinesfalls wieder über Winterberg fahren. Die Strecke kenne ich inzwischen auswendig. 

Gegen Mittag wurde es dann heiß, ich machte einige Trink- und Pinkelpausen. Am späten Nachmittag war ich dann schon kurz vor Göttingen. Eigentlich wollte ich mir hier einen Campingplatz suchen, fand aber nichts passendes. Also fuhr ich einfach durch. Andere Besucher hatten mir letztes Jahr erzählt, es würden auch schon 2 Tage vorher Motorradreisende anreisen... eine krasse Fehlinformation.

Letztes Jahr war ich auf dem Campingplatz "Bruchhauser Steine" bei Winterberg ganz alleine, bis auf ein Paar holländische Rentner/Dauercamper. Also kein Unterschied. Außer vielleicht, das es bei Winterberg in der Nacht noch 2-3° kälter ist im Zelt! 

Nachdem ich mein Zelt aufgebaut hatte, spazierte ich ins Dorf um mich im Spätkauf mit Getränken (Wasser) einzudecken. Leider gab es auf dem Gelände noch keins und auch kein Klo! sad

Die erste Nacht im Zelt verbrachte ich komplett alleine, niemand störte sich an mir... 10€ gespart. wink

In der Nacht regnet es heftig, von Mitternacht bis fast Sonnenaufgang. 

 

Tag 2: Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung (Aufbau des Equipments)

 

Morgens genieße ich die ersten Sonnenstrahlen und koche mir das übliche: Kaffee, Müsli.

Nach dem Frühstück spaziere ich durchs Dorf und erkunde die nähere Umgebung. Ja, ich bin immer noch alleine auf dem Platz, das sollte sich aber später ändern.

Gegen Mittag trifft ein neugieriger Motorradreisender mit seinem Gefährt ein. Ein Roller mit Beiwagen und Hund! Sieht sich kurz um, murmelt was von "schlechtes Wetter" und "undichtes Zelt" und verschwindet auf nimmer Wiedersehen! blush

Gegen Nachmittag treffen die nächsten Motorradreisenden ein. Einige kenne ich vom letzen Jahr, andere sind neu. Der Veranstalter sagt, es wäre ca. 30% neue Gäste gekommen. 

Sieht man auch. Nagelneue bling-bling Reiseenduros... 1200cccm, komplettes Elektronikpaket und keinen Kratzer! Zum Glück aber auch zahlreiche richtige Motorradreisende mit ihren gebrauchten Kisten. Ebenso einige mit Reisetourern. XJ900 Diversion, XJR1200, Ural-Gespann und Diesel Motorräder... cool.

Das Pärchen mit den hochglanzpolierten XJR1300 vom Vorjahr hat dieses Jahr von ihrem Auftritt abgesehen. 

Apropos: Viele Motorradreisende bauen regelrechte Zirkuszelte auf... 1,80m hoch, 5m lang, 3m breit. Dazu dann noch ein 20qm Tarp... für 2 Personen... Un-fassbar!

 

Am Abend treffen sich die Aufbau-Crew und die vorab angereisten Motorradreisenden am Lagerfeuer. 

Es wird reichlich Bier spendiert (ich wollte doch nur eines)angel und lerne interessante Leute kennen. 

Die "berühmten" Motorradreisenden Bea&Helle, die ich bisher nur online kannte, sind auch dabei. Sehr nett und gar nicht überheblich. 

Irgendwann nach Mitternacht löst sich die Gruppe auf und ich falle tot in meinen Schlafsack.

Die Nacht wird sehr kalt... 5-6° schätze ich mal.

 

Tag 3: Offizieller Beginn des Treffens.

Vormittags schwinge ich mich auf mein Motorrad und drehe eine Runde im Harz. Über Bad Sachsa, Wieda, Zorge, die kleine Nebenstrecke in Richtung Braunlage, dann wieder runter nach Wieda, bis Walkenried, wieder Zorge, Hohegeiß, dann Braunlage und weiter nach Bad Harzburg. Oben auf dem Parkplatz Königskrug ärgere ich mich schwarz. Die wollen ernsthaft Geld fürs Parken. Damit vergraulen sie die letzen Gäste... zu recht! 

Von Bad Harzburg nach Navi wieder zurück. Das Navi zickt... geht dann aber doch.

Btw: Oben im Harz gab es kaum noch einen Baum der nicht braun und tot war und schweinekalt war es auch.

 

Heute fallen die Massen ein...über 400 Gäste haben sich angekündigt, die kommen auch. 

Es wird voll und unübersichtlich. Ich erkenne einige Gesichter wieder vom letzen Jahr, die meisten aber verlieren sich in der puren Masse an Menschen. Den "berühmten" Andreas Hülsmann erkenne ich (schon wieder) nicht, auch nicht das Einspur-Team, obwohl ich mir eine Weile mit ihnen unterhalte (peinlich).

Den "berühmten" Panny, von Panny&Simon (Kradvagabunden) dann aber doch. War dann wohl eher das Motorrad. Er erkennt dann auch... mein Motorrad! wink

Ich treffe eine Motorrad-Reisende mit XJR1200, die hatte ich schon letztes Jahr kennengelernt. Sie fährt mit dem fetten Dampfer über 200000 km um die Welt. Ich bin schwer beeindruckt!

Am Abend am Lagerfeuer ist es dann sehr voll... mir zu voll. Ich verziehe mich beizeiten in mein Zelt. 

Die Nacht wird sehr kalt... 5-6°... sagte ich bereits. Diese Nacht ziehe ich eine dünne, zwei dicke Unterhosen und oben ebenfalls alles was geht an und friere dann nur noch an der Nase.

Die ist dann auch morgens knallrot und läuft!

 

 

Tag 4: Tag der großen Vorträge und Band

Morgens um 7 Uhr schon auf... Kaffee und Müsli muss ich nicht kochen, gibt ja Catering.

Um 8 Uhr öffnet sich der Frühstücksraum und die Masse dräng sich ums Buffet. 

Gestern hatte ich das Glück als einer der ersten mich am Mett zu bedienen, das hatte aber jemand nicht gut durchgemischt und ich bekam Pfeffer mit Mett auf´s Brötchen... heute warte ich erst mal ab.

Der Kaffee ist ok und die Gepräche am Frühstückstisch sind nett. 

Gegen Mittag dann die ersten Vorträge. Ich schnappe mir meinen Aldi-Faltstuhl und suche mir ein ruhiges Plätzchen in der Nähe der Bar. 

Die Vorträge sind fast alle klasse, bis auf den Vorletzten... der ging gar nicht (Profi??).

Die Witze über M.M. (den Baron Münchhausen der Motorradreisenden) fanden alle sehr lustig. 

Bin ich wohl nicht der einzige, der über den "Mann mit dem Anhänger" lachen kann. 

Aber gute TV-Unterhaltung ist es schon! wink

 

Am Abend springe ich noch einmal in den Nahkauf um mich mit Brötchen und Mettwurst einzudecken. Auf das kostenpflichtige Catering verzichte ich. Alles zu wenig und zu teuer. 

Am Abend tritt die Band auf... die selbe Band die jedes Jahr spielt und es ist wie immer ein Erlebnis.

Leider wird es wieder sehr schnell kalt und irgendwann verziehe ich mich in mein Zelt und meinen Schlafsack. Auch in 100m Entfernung ist die Band noch sehr gut zu hören... surprise

 

Tag 5: Rückreisetag

Heute wird es regnen... so viel ist klar. Schon morgens packe ich mein Zeug und ziehe die Regen-Innenteile in meine Motorradklamotten ein... 

Danach erst mal zum Frühstück. Dann verabschiede ich mich und mache mich auf den Heimweg.

Wieder über Marburg (fast) und Bad Laasphe... der Regen ist mäßig, aber da.

Kurz hinter Siegen gibt´s dann den Vollwaschgang, die Autobahn der einzige Weg... 

In Köln angekommen, entlade ich mein Bike und hänge alles zum Trocknen auf... 

Motorrad (die fette Elke) lief ohne Probleme.